veryparanoid
Global Conference 2011: Gigi Ibrahim und Paul Watson bringen die Sache in Schwung

Credits: Semmy Demmou and Abdou Diouri

©Semmy Demmou and Abdou Diouri

Die Global Conference von Planetworkshop ist am vorletzten Montag in Evian, Frankreich, gleich mit aufwühlenden Vorträgen von einigen der aktivsten Figuren aus der umweltpolitischen Linken gestartet.  

Die Versammlung von 900 Personen aus 60 Ländern hörte zunächst Gigi Ibrahim zu, die als eine der „Gesichter” der ägyptischen Revolution diesen Jahres tituliert wurde. Sie berichtete von ihren eigenen Erfahrungen mit der organischen Entwicklung der historischen sozialpolitischen Bewegung in Ägypten.  

„Ein funktionierender Informationsaustausch ist das Wichtigste, wenn man die Situation aufmischen will”, sagte Ibrahim. Damit bezog sie sich auf die Aufrufe der sozialen Medien zu Protesten auf dem Tahir Platz und anderswo in Ägypten, die sich im Januar rapide unter den Oppositionellen gegen Mubarak verbreitet hatten. 

„Vernetzt euch. Findet eine Bewegung, die etwas Ähnliches erreichen will wie eure, und bündelt eure Kräfte”, war ihre Botschaft. 

Paul Watson, frühes Mitglied von Greenpeace und Gründer der Sea Shepard Conversation Society, schloss sich mit einer leidenschaftlichen Rede über seine Abneigung gegen zu viel leeres Gerede im Angesicht der Umweltbedrohungen an. 

„Wir haben keine ökonomische oder politische Motivation, um umweltfreundliche Verfahren zu unterstützen”, sagte Watson in Bezug auf das, was er als regierungsgesteuerten und kommerziellen Widerwillen gegen Veränderungen wahrnimmt.  

Watson relativierte auch seinen Kommentar von 2002, dass „Würmer wichtiger als Menschen” seien, indem er nun erklärte: „Sie brauchen uns, wir brauchen sie nicht.”

Trotz des glühenden Auftakts einer Konferenz, die sich vor allem auf den Aufbau von gegenseitigem Verständnis unter den Interessenvertretern für Nachhaltigkeit konzentriert, äußerte Bettina Lavilla, Gründerin und Präsidentin von Comité 21, ihre gemäßigte Antwort:

„Ich stimme Mr. Watson nicht in dem Punkt zu, dass Würmer wichtiger sind als Menschen, aber ich würde sagen, dass sie genauso wichtig sind wie Menschen. Und wenn wir das alle wirklich verstehen würden, würde das alles ändern.” 

Laville fügte hinzu: „Sogar in Zeiten der Revolution ist das Leben das, wofür wir kämpfen.” 

Die Global Conference geht bis Mittwoch mit einem Vortrag von Severn Cullis-Suzuki und anderen einflußreichen Figuren für Nachhaltigkeit weiter. Ecosia´s Green Grind wird Highlights und Gesprächspunkte weiterhin melden, auch von euch Lesern.

Von Shannon Smith (Übersetzt aus dem Englischen von Theresa Stroetges) 

  1. kevina-carlson reblogged this from ecosia-de
  2. ecosia-de posted this
Blog comments powered by Disqus